

Über die Bedeutung von Ballaststoffen im hausgemachten Katzenfutter haben wir an anderer Stelle bereits einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Diesen finden Sie hier…
An dieser Stelle möchten wir uns nun der Zubereitung von Gemüse für das hausgemachte Katzenfutter widmen, da uns immer wieder die Frage erreicht, wie es sich mit dem Gemüseanteil in der täglichen Katzenmahlzeit verhält.
Gemüse wird von vielen Katzen in kleinen Mengen gut angenommen. Besonders geeignet sind beispielsweise:
- gedünsteter und pürierter Hokkaidokürbis
- gedünstete und pürierte Möhren
- gedünstete Zucchini
Erfahrungsgemäß wird Hokkaidokürbis von vielen Katzen besonders gerne angenommen. Gerade im Spätsommer und Herbst ist dieser aromatische Kürbis nahezu überall erhältlich und lässt sich wunderbar für die Zubereitung von hausgemachtem Katzenfutter verwenden.
Da die benötigte Menge an Hokkaidokürbis pro Mahlzeit meist überschaubar ist, bietet es sich an, einen kleinen Vorrat anzulegen. So ersparen Sie sich die tägliche Zubereitung. Wenn Sie also einen schönen, kleinen Hokkaidokürbis eingekauft haben, können Sie diesen in Ruhe für Ihre Katzenmahlzeiten verarbeiten und haben gleich für mehrere Tage eine passende Gemüseportion zur Hand.
Eine weitere Möglichkeit ist, den Hokkaidokürbis bereits portioniert einzufrieren. Dafür kann er in Stücke oder Scheiben geschnitten und bei Bedarf portionsweise entnommen werden. So lässt sich immer die benötigte Menge frisch zubereiten und der Kürbisvorrat bleibt über längere Zeit verfügbar.
Der Gemüseanteil im hausgemachten Katzenfutter
Der Gemüseanteil bleibt bewusst gering, denn Katzen sind Fleischfresser und benötigen vor allem eine Ernährung, die auf Fleisch basiert. Der pflanzliche Anteil im hausgemachten Katzenfutter sollte bei etwa 3–5 % liegen. Das bedeutet: Auf 1 kg Fleisch kommen ungefähr 30–50 g Gemüseanteil.
Neben Hokkaidokürbis lassen sich auch Möhren oder Zucchini auf die gleiche Weise zubereiten. Allerdings benötigen Möhren eine längere Garzeit, während Zucchini deutlich schneller weich wird als Hokkaidokürbis. Am besten überprüfen Sie, ob das Gemüse bereits weich genug ist, indem Sie mit einem Küchenmesser hineinstechen. Lässt es sich leicht durchstechen, ist die Garzeit beendet und das Gemüse kann weiterverarbeitet und portionsweise abgefüllt werden.
Warum Gemüse andünsten?
Es empfiehlt sich, Gemüse vor der Fütterung leicht anzudünsten. Dadurch wird es für viele Katzen besser verträglich und kann dazu beitragen, Verdauungsprobleme zu vermeiden. Manche Katzen vertragen beispielsweise rohe Karotten sehr gut. Aus diesem Grund werden sie in einigen Rohfütterungs-Konzepten direkt zusammen mit dem Fleisch verarbeitet. Andere Katzen reagieren darauf jedoch etwas empfindlicher. Hier lohnt es sich, die individuelle Verträglichkeit der eigenen Katze zu beobachten. Hokkaidokürbis sollte in jedem Fall nicht roh verfüttert werden, sondern vor der Fütterung gedünstet und anschließend püriert werden.
Wie bei allen Zutaten im Katzenfutter gilt auch hier: Jede Katze ist individuell. Mit etwas Beobachtung lässt sich herausfinden, welche Zubereitung und welche Gemüsesorten für die eigene Katze am besten geeignet sind.
Kleine Anleitung für die Zubereitung eines Hokkaido-Kürbisses
Nachfolgend haben wir beispielhaft einen kleinen Hokkaido-Kürbis verarbeitet und während der Zubereitung einige Fotos aufgenommen. Küchenprofis und erfahrene Hobbyköche werden über diese kleine Anleitung vielleicht schmunzeln – doch es gibt viele Menschen, die nicht täglich in der Küche stehen und sich bei solchen Aufgaben zunächst etwas unsicher fühlen.
Mit unseren Aufnahmen möchten wir die einzelnen Schritte der Zubereitung anschaulich zeigen und dazu ermuntern, sich einfach einmal an die Zubereitung von Gemüse für das eigene Katzenfutter heranzuwagen. Selbst zubereitete Mahlzeiten aus der heimischen Küche machen Freude und geben auch ein gutes Gefühl. Schließlich wissen wir genau, welche Zutaten in den Napf unserer Katze gelangen und aus welchen Bestandteilen die Mahlzeit zusammengesetzt ist. Darüber hinaus ist es schön, am Ende der Zubereitung das Ergebnis der eigenen Arbeit zu sehen. Und seien wir ehrlich: Ein blitzblank geleckter Napf ist doch eine wunderbare Belohnung und zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat.
Also: Trauen Sie sich ruhig – mit ein wenig Vorbereitung ist die Zubereitung von Gemüse für das hausgemachte Katzenfutter einfacher, als man vielleicht zunächst denkt.
Kürbis erst halbieren, dann vierteln und anschließend das Kerngehäuse mit einem Löffel entfernen. Anschließend Kürbis in kleine Würfel schneiden. Wir selbst entfernen die Schale zuvor von dem Kürbis, aber das ist nicht zwingend erforderlich.
Setzen Sie einen Topf auf kleiner Flamme auf und geben Sie ein wenig Fett (z.B. Butter oder Ölivenöl) in den Topf. Geben Sie nun die Kürbiswürfel dazu und wenden diese in dem warmen Fett und lassen Sie die Würfel ein wenig angehen. Wenn Sie mögen, geben Sie eine Prise Salz über den Kürbis. Rühren Sie die Würfel stets gut um, damit der Kürbis nicht anbrennt.
Gießen Sie nun die Kürbiswürfel mit Wasser auf, bis diese schön bedeckt sind und lassen Sie die Würfel auf kleiner Flamme garen (nicht sprudelnd kochen). Erfahrungsgemäß dauert dies etwa 15 Minuten.
Füllen Sie nun den fertigen Kürbis in Behälter, (z.B. Gläser) ab, verschließen die Behälter und lassen den Kürbis abkühlen, bevor Sie die Behälter in den Kühlschrank stellen. Der Kürbis hält sich luftdicht verschlossen und im Kühlschrank gelagert ein paar Tage. Es bietet sich an, die Menge pro Glas abzufüllen, die Sie pro Tag in etwa verbrauchen. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Gläser allzu oft geöffnet werden und immer wieder Sauerstoff an den Kürbis dringt. Wenn Sie das Kürbispüree länger lagern möchten, dann füllen Sie das Glas randvoll mit dem heißen Kürbispüree und stellen dieses anschließend zum Abkühlen auf den Kopf (das Glas sollte zuvor heiß ausgekocht worden sein). Auf diese Weise verlängern Sie die Haltbarkeit erheblich. Oder Sie kochen den Kürbis im Einkochgerät ein.
Entnehmen Sie die Kürbismenge die Sie benötigen und drücken Sie die Würfel mit einer Gabel ein wenig klein, bevor Sie diese Ihren Katzen reichen bzw. unter das Futter mischen. Der Kürbis sollte handwarm sein und nicht direkt aus dem Kühlschrank verfüttert werden. Ist der Kürbis zu kalt, stellen Sie das Glas einfach kurz in ein warmes Wasserbad.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Zubereitung.
Autorin: Nicole Kipp-Meilwes

