

Damit die Fütterung einfach weiterläuft
Ob längerer Urlaub, verlängertes Wochenende oder kurze Reise: Wenn die Katze zu Hause bleibt und von einem Catsitter versorgt wird, stellt sich für BARF-Fütterer eine praktische Frage: Wie lässt sich die gewohnte Fütterung für die Betreuung möglichst einfach organisieren?
Gerade bei BARF muss der Catsitter nicht wissen, wie eine Ration zusammengestellt oder berechnet wird. Wichtig ist vor allem, dass er auf einen Blick erkennen kann, wann die Katze gefüttert wird, welche Portion sie bekommt und wo das vorbereitete Futter zu finden ist.
Das BARF am besten fertig portionieren
Am einfachsten wird es für die Betreuung, wenn die benötigten Portionen bereits vor dem Urlaub fertig portioniert und eingefroren werden.
So muss der Catsitter das Futter nicht selbst abwiegen. Auf jeder Portion ist direkt erkennbar, für welche Mahlzeit sie gedacht ist und wie viel die Katze bekommen soll.
Auf einer Portion kann beispielsweise stehen:
Morgens – 75 g
Abends – 75 g
Einen einfachen Fütterungsplan hinterlassen
Zusätzlich zum vorbereiteten Futter kann ein kurzer Fütterungsplan hilfreich sein.
Darin kann beispielsweise stehen:
- wann die Katze gefüttert wird
- wie groß die einzelnen Portionen sind
- wo das Futter aufbewahrt wird
- wann eine Portion aus dem Gefrierschrank genommen werden soll
- wo Näpfe und benötigte Utensilien zu finden sind
Dabei muss der Plan kein ausführliches Dokument sein. Eine kurze Übersicht, die der Catsitter schnell nachschauen kann, reicht normalerweise völlig aus.
Die Fütterung vorher einmal zeigen
Wenn möglich, sollte der Catsitter die Fütterung nicht erst am ersten Urlaubstag kennenlernen. Ein gemeinsamer Probelauf hilft dabei, offene Fragen schon vorher zu klären. Dabei kann man gemeinsam zeigen, wo das Futter liegt, wie die einzelnen Portionen aussehen, wie sie aufgetaut werden und wo Näpfe und andere benötigte Utensilien zu finden sind.
So merkt man schnell, ob irgendwo noch eine Information fehlt. Und der Catsitter weiß beim ersten Besuch bereits, was zu tun ist.
Was muss der Catsitter mit dem Futter machen?
Der Catsitter sollte wissen, wie die vorbereiteten Portionen aufbewahrt und gehandhabt werden sollen.
Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass die Portion für den nächsten Tag am Vorabend aus dem Gefrierschrank genommen und im Kühlschrank aufgetaut wird. Am nächsten Morgen kann sie dann verfüttert werden. Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, hängt von der eigenen Vorbereitung und den verwendeten Produkten ab. Wichtig ist vor allem, dass der Catsitter nicht selbst entscheiden muss, wie das Futter aufgetaut oder vorbereitet werden soll.
Was passiert mit übrig gebliebenem Futter?
Auch dafür sollte es eine klare Anweisung geben.
Frisst die Katze ihre Portion nicht vollständig auf, sollte der Catsitter wissen, wie mit dem übrig gebliebenen rohen Futter umzugehen ist. Gerade bei BARF ist es sinnvoll, diese Frage vorher festzulegen, anstatt die Betreuung während des Urlaubs selbst entscheiden zu lassen.
Eine kurze Notiz kann hier schon ausreichen, zum Beispiel:
„Übrig gebliebenes Futter bitte nicht für die nächste Mahlzeit aufheben, sondern entsorgen.“
Welche Regelung im Einzelfall sinnvoll ist, kann natürlich von der eigenen Fütterung und den persönlichen Vorgaben abhängen.
Napf und Hände nicht vergessen
Da es sich bei BARF um rohes Fleisch handelt, gehört auch die Hygiene zu den Informationen, die der Catsitter kennen sollte. Nach dem Füttern sollten die Näpfe gründlich gereinigt werden. Auch nach dem Umgang mit dem rohen Futter sollten die Hände gewaschen werden. Dafür braucht die Betreuung keine komplizierten Hygieneregeln. Ein paar klare Hinweise reichen normalerweise aus.
Was tun, wenn die Katze nicht frisst?
Auch diese Situation sollte vor dem Urlaub einmal besprochen werden.
Manche Katzen reagieren auf die Abwesenheit ihres Menschen anders als sonst. Sie sind vielleicht etwas zurückhaltender oder lassen eine Mahlzeit aus. Das muss nicht automatisch ein Grund zur Sorge sein. Der Catsitter sollte deshalb wissen, wann er den Halter informieren soll und was er nicht eigenständig an der Fütterung verändern sollte.
Gerade wenn die Katze über einen längeren Zeitraum nichts frisst oder zusätzlich andere Auffälligkeiten zeigt, sollte vorher geklärt sein, wann der Halter oder gegebenenfalls eine Tierarztpraxis kontaktiert werden soll.
Hilfreich ist eine Telefonnummer, unter der der Halter während des Urlaubs erreichbar ist. Zusätzlich kann die Telefonnummer der behandelnden Tierarztpraxis hinterlegt werden. So weiß der Catsitter, an wen er sich wenden kann.
Im Fall der Fälle
Auch wenn der Catsitter zuverlässig ist, kann immer etwas dazwischenkommen. Deshalb ist es sinnvoll, vor dem Urlaub zu überlegen, wer einspringen kann, falls die Betreuung einmal kurzfristig ausfällt.
Am besten wird auch der Ersatz-Catsitter vor der Abreise kurz eingewiesen. Ein Fütterungsplan mit den wichtigsten Informationen sollte für ihn ebenfalls bereitliegen. So weiß er im Fall der Fälle, wo sich das Futter befindet, welche Portion die Katze bekommt und wie der Halter erreichbar ist.
Eine kurze Vorbereitung reicht meist schon aus. So muss im Notfall nicht erst alles zusammengesucht und erklärt werden.
Je einfacher, desto besser
Der Catsitter sollte während der Abwesenheit möglichst nicht vor einem komplizierten Fütterungsplan stehen.
Ideal ist deshalb:
Futter vorbereiten → Portionen beschriften → einfachen Plan dazulegen → alles an einem festen Platz aufbewahren.
So weiß die Betreuung schnell, was zu tun ist, und die Katze kann ihre gewohnte Fütterung möglichst unverändert bekommen.
Kleine Checkliste für den Catsitter
Vor der Abreise kann es helfen, gemeinsam kurz alles durchzugehen:
☐ Wo befindet sich das BARF?
☐ Welche Portion bekommt die Katze?
☐ Wann wird gefüttert?
☐ Wann muss eine Portion aus dem Gefrierschrank genommen werden?
☐ Was passiert mit Futterresten?
☐ Wo sind Näpfe und benötigte Utensilien?
☐ Wie werden Näpfe gereinigt?
☐ Wen kann der Catsitter bei Fragen erreichen?
☐ Wo findet sich die Telefonnummer der Tierarztpraxis?
Fazit: Gute Vorbereitung macht es einfach
BARF muss auch bei der Betreuung kein kompliziertes Thema sein. Je mehr die Fütterung zu Hause vorbereitet wird, desto weniger muss der Catsitter während dieser Zeit wissen und entscheiden.
Fertig portioniertes Futter, ein einfacher Fütterungsplan und klare Hinweise zur Handhabung reichen meist aus, damit die Betreuung die Katze zuverlässig versorgen kann.
So ist alles gut vorbereitet, der Catsitter weiß, was zu tun ist, und die Katze bekommt weiterhin unkompliziert ihre gewohnte Mahlzeit. .
Autorin:
Nicole Kipp-Meilwes


