Selbstgemachtes Katzenfutter richtig aufbewahren





Wie kann ich hausgemachtes Katzenfutter am besten lagern, wenn ich größere Mengen zubereiten möchte?
Viele Katzenhalter bereiten das Futter für ihre Katzen gerne selbst zu und stehen dabei früher oder später vor der Frage: Wie lässt sich eine größere Menge sicher und praktisch lagern?

Gerade wenn aus Zeitgründen oder wegen der Einkaufsplanung größere Portionen vorbereitet werden, bietet es sich an, das fertige Katzenfutter portionsweise abzupacken und einzufrieren. So lässt sich der Aufwand der Zubereitung besser verteilen und das Futter kann über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Damit die Qualität des Futters möglichst gut erhalten bleibt, spielen vor allem Temperatur, Hygiene und eine geeignete Verpackung eine wichtige Rolle.


Warum Tiefkühlen die Haltbarkeit verlängert
Die Haltbarmachung von Lebensmitteln beschäftigt Menschen bereits seit vielen Jahrhunderten. Ziel ist es dabei, natürliche Abbauprozesse zu verlangsamen und Lebensmittel länger nutzbar zu machen.

Bei frischen Lebensmitteln spielen vor allem Mikroorganismen und enzymatische Prozesse eine Rolle. Die Temperatur hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell diese Prozesse ablaufen. Kälte verlangsamt die Vermehrung von Mikroorganismen, kann sie jedoch nicht vollständig beseitigen.

Deshalb ist es wichtig, zwischen Kühlung und Tiefkühlung zu unterscheiden. Im Kühlschrank lassen sich leicht verderbliche Lebensmittel wie frisches Fleisch nur für einen begrenzten Zeitraum aufbewahren. Durch das Einfrieren werden die natürlichen Abbauprozesse deutlich verlangsamt, wodurch sich die Lagerzeit verlängern lässt.

Wichtig ist jedoch: Tiefkühlen macht ein Lebensmittel nicht keimfrei. Mikroorganismen werden durch die niedrigen Temperaturen in ihrer Aktivität stark eingeschränkt, können aber bei geeigneten Bedingungen nach dem Auftauen wieder aktiv werden.


Tiefkühlen von selbstgemachtem Katzenfutter
Das Einfrieren ist eine bewährte Möglichkeit, selbst zubereitetes Katzenfutter länger aufzubewahren und dabei die Qualität der Zutaten weitgehend zu erhalten.

Entscheidend ist, dass das Futter möglichst schnell heruntergekühlt und anschließend bei einer konstant niedrigen Temperatur gelagert wird. Für Haushaltsgefriergeräte gilt eine Lagertemperatur von etwa -18 °C als üblicher Richtwert.

Damit die Qualität möglichst gut erhalten bleibt, empfiehlt es sich:

  • das frisch zubereitete Futter in passenden Portionsgrößen einzufrieren
  • geeignete, gut verschließbare Behälter oder Gefrierbeutel zu verwenden
  • möglichst wenig Luft in der Verpackung zu belassen
  • das Einfrierdatum zu notieren, um den Überblick über die Vorräte zu behalten

Die Kühlkette erhalten
Nicht nur die Temperatur beim Einfrieren spielt eine Rolle, sondern auch eine möglichst gleichmäßige Lagerung. Häufige Temperaturschwankungen können die Qualität des Futters beeinflussen. Beispielsweise können sich durch wiederholtes Antauen und erneutes Gefrieren größere Eiskristalle bilden, die die Struktur des Futters verändern können.

Achten Sie deshalb darauf, eingefrorenes Katzenfutter möglichst durchgehend tiefgekühlt aufzubewahren und unnötige Unterbrechungen der Kühlkette zu vermeiden.

Wenn Fleisch bereits einmal eingefroren wurde, sollte beim weiteren Umgang besonders sorgfältig vorgegangen werden. Ob bereits aufgetautes Fleisch erneut eingefroren wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise davon, wie lange und unter welchen Bedingungen es aufgetaut war. Im Zweifel ist es sinnvoll, die Qualität und Sicherheit des Lebensmittels sorgfältig abzuwägen.


Richtwerte für die Tiefkühllagerung bei Gefriertemperaturen von ≤ -18 Grad Celsius
Die unten angegebenen Zeiten sind Richtwerte für eine gleichmäßige Tiefkühllagerung bei etwa -18 °C. Eine gute Verpackung, eine möglichst kurze Zeit zwischen Verarbeitung und Einfrieren sowie eine konstante Temperatur tragen dazu bei, die Qualität des Fleisches bestmöglich zu erhalten.

Hackfleisch3 Monate
Geflügel7-12 Monate
Rindfleisch9-18 Monate
Fettfisch3 Monate

Wie lange ist aufgetautes Katzenfutter haltbar?
Portionen, die vollständig aufgetaut wurden, sollten möglichst zeitnah verfüttert werden. Im Alltag empfiehlt es sich, aufgetautes Katzenfutter innerhalb eines Tages zu verbrauchen und nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen zu lassen.

Besonders in den warmen Sommermonaten sollte darauf geachtet werden, dass übrig gebliebenes Futter nicht unnötig lange offen steht. Wärme und Sauerstoff können die Qualität des Futters beeinflussen.


Hygiene bei der Zubereitung
Neben der richtigen Lagerung ist eine sorgfältige Küchenhygiene ein wichtiger Bestandteil bei der Zubereitung von selbstgemachtem Katzenfutter. Frisches Fleisch ist ein empfindlicher Rohstoff und sollte deshalb möglichst sauber verarbeitet werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hände vor und nach der Zubereitung gründlich reinigen.
  • Saubere und geeignete Küchenutensilien verwenden.
  • Messer, Fleischwolf, Waage und andere Geräte nach der Verwendung sorgfältig reinigen.
  • Arbeitsflächen und Schneidbretter gründlich säubern.
  • Getrennte Küchenutensilien für die Verarbeitung von Fleisch können sinnvoll sein.
Eine gute Hygiene und eine durchdachte Vorratshaltung helfen dabei, selbst zubereitetes Katzenfutter sicher und mit möglichst guter Qualität aufzubewahren.


Praktische Tipps für die Vorratshaltung
Wenn Sie größere Mengen Katzenfutter vorbereiten möchten, kann folgende Vorgehensweise hilfreich sein:

  • Portionieren Sie das Futter bereits vor dem Einfrieren.
  • Wählen Sie Portionsgrößen, die dem täglichen Bedarf Ihrer Katze entsprechen.
  • Beschriften Sie die Behälter mit Inhalt und Einfrierdatum.
  • Tauen Sie nur die Menge auf, die Sie voraussichtlich benötigen.
  • Lagern Sie eingefrorenes Futter möglichst gleichmäßig bei niedriger Temperatur.
Eine gut geplante Vorratshaltung erleichtert die Zubereitung und trägt dazu bei, die Qualität des Katzenfutters möglichst lange zu bewahren.

Wenn Sie mehr über eine sorgfältige Küchenhygiene bei der Zubereitung von Katzenfutter erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen in unserem Ratgeber zur Küchenhygiene

Autorin: Nicole Kipp-Meilwes
Quellen/Literaturverzeichnis
Unsere Nahrung – unser Schicksal, Verlag Emu, Autor: Dr. med. M.O. Bruker
Einführung in die Lebensmittelhygiene, Verlag Parey, Hersausgeber Hans-Jürgen Sinell